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Mittwoch, 2012-02-22

Fragen und Antworten

Beschädigte CD

Was können die Ursachen für Datenverlust sein?

Meist sind es Anwenderfehler, die zu versehentlich gelöschten Dokumenten oder Fotos führen. Die größeren Schäden richten jedoch Viren, Software-Fehler und Festplatten-Crashs an. Dieser Artikel geht den Rettungsmöglichkeiten auf den Grund.

Wie kann man vorsorgen?

Regelmäßige Sicherungen erledigen spezielle Backup-Programme wie Arconis TrueImage (Windows), SuperDuper (Mac) oder die Bordmittel des Betriebssystems.

Windows

Windows Vista und Windows7 beherrscht inkrementelle Backups ("Systemsteuerung/Sichern und Wiederherstellen"). Diese platzsparende Methode sichert nur Daten, die sich seit dem letzten Backup geändert haben. Der Benutzer wählt zu sichernde Dateien aus vorgegebenen Kategorien aus, zum Beispiel alle Bilder und Office-Dokumente. Die Sicherungen werden in ZIP-Archiven auf der Festplatte abgelegt oder ab Windows7 Home Premium auch auf CD oder DVD gespeichert. Die Backups spielt der Anwender über die Windows-Sicherung oder das Menü der Windows-Boot-DVD zurück.

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn keine Backups existieren?

BackupMedium USB Stick

Bei einem Komplettabsturz des Systems hilft eine Notfall-CD von Windows bei der Wiederherstellung des Betriebssystems, so dass der Anwender wieder Zugriff auf seine Dateien bekommt. Auf der Vista-Installations-DVD ist das Windows Recovery Environment (Windows RE) enthalten. Hier stehen nach dem Booten von der DVD im Menü "Computerreparaturoptionen" Diagnosetools und die Wiederherstellung von Vista zur Wahl.

Linux-Live-Systeme

Auf Datenrettung sind auch einige Linux-Live-Systeme spezialisiert. Die Live-CDs erlauben das Booten den Rechners mit Linux und gewähren aus der Linux-Oberfläche heraus Zugriff auf die Festplatte. So ist es möglich, wichtige Daten auf CD zu brennen, auf einen USB-Speicher zu laden oder per FTP auf einen Server zu sichern. Das wohl bekannteste System ist wohl immer noch Knoppix. Aber auch Ubuntu und Gparted bieten brauchbare Live bzw. Rettungssysteme.

Erhebliche Datenverluste werden von Hardware-Ausfällen verursacht. Um an die Dateien auf fehlerhaften Festplatten, USB-Sticks oder PDAs heranzukommen, helfen keine Tools oder Fachartikel über Daten-Recovery mehr. Bei mechanischen Defekten ist professionelle Hilfe von auf Datenrettung spezialisierten Anbietern wie Kroll Ontrack nötig.

Welche Probleme können auftauchen?

Die Windows-Sicherung von Vista kann nicht zeitgesteuerte, automatische Backups anfertigen, sondern muss vom Anwender explizit gestartet werden. Auch sichert die Software nur Anwendungsdaten, keine Systemdateien oder Benutzereinstellungen. Linux-Rettungs-CDs haben den Nachteil, dass sie Treiber für jedes eingebaute oder angeschlossene Gerät benötigen, sonst werden diese nicht erkannt. Windows RE hat dieses Problem nicht.